pexels-photo-459791.jpeg
PerfectMatchSmallerWebUse.jpg
ConnersFarbenSmallerWebUse.jpg
DerKolibiEbookCoverUse.jpg
HinterdenDuÌ nenSmallerWebUse.jpg
PERFECT MATCH
Als Beth den rebellischen Bad Boy Cash und den höllisch heiß aussehenden Logan trifft, fühlt sie sich sofort zu ihnen hingezogen und bricht damit nicht nur alle gesellschaftlichen Konventionen, sondern auch die Herzen der beiden Männer. Doch Beth muss bald feststellen, dass sie Cash und Logan nie für sich alleine haben kann. Das Karusell aus Sehnsüchten und Leidenschaften beginnt sich zu drehen.
Kann eine Liebe auch im Dreieck funtionieren, da das Leben manchmal ein Märchen sein kann?
Conners Farben
Mit seinem zwei Meter großen muskulösen Körper, den scharfgeschnittenen männlichen Gesichtszügen und der bronzefarbenen Haut ist Conner höllisch heiß.  Aber er will von der Liebe nichts wissen und steht darauf, Frauen beim Sex zu dominieren. Als er Jasmin, die Tochter seines väterlichen Freundes trifft, kommt seine Welt ins Wanken und die brutale Vergangenheit holt ihn ein, als er wieder gezwungen wird zu töten, um ihr Leben zu retten.

DER KOLIBRI

Nach ihrer Traumhochzeit wird die Hochzeitsnacht für Vicky zu einem Realitätsschock. Verzweifelt versucht sie, von ihrem brutalen Ehemann loszukommen. Aber er weigert sich in die Scheidung einzuwilligen und erpresst sie. Wird Sean Harris sie aus ihrem Gefängnis befreien und wird sie die wirkliche Liebe finden?

Denn, wer nicht an Wunder glaubt, kann die Liebe nicht erkennen.

HINTER DEN DÜNEN

LESEPROBE

KAPITEL 1
Entscheidung
Erschöpft zog Nele die Klammern aus dem Dutt an ihrem Hinterkopf. Dann lockerte sie ihre Haare und schüttelte die Mähne. Lange, dunkelblonde Locken wellten sich über ihren Rücken.
Endlich bin ich allein, seufzte sie und schaute aus dem Fenster ihres Schlafzimmers. Über den Garten hinweg ließ sie ihren Blick zwischen Elbe und Himmel schweifen. Sie liebte es, das Hereinbrechen der Nacht zu betrachten. Unablässig veränderten sich die Farben, bis sich die Lichter der Umgebung im Fluss spiegelten.
Ihr Mann Jens und seine Geschäftspartner waren vor einigen Minuten aufgebrochen. Nachdem sie die Haustür hinter den Gästen geschlossen hatte, war sie direkt hoch in ihr Zimmer gegangen, ohne, wie üblich, Esstisch und Küche auf Vordermann zu bringen. Sie hatte die Komplimente der Männer lächelnd entgegengenommen – wie immer an Abenden, an denen sie Klienten ihres Mannes bewirten musste, und mit der gleichen Anspannung, die sie in der letzten Zeit bei diesen Anlässen verspürte.
War sie ehrlich zu sich selbst, musste sie sich eingestehen, dass ihr diese Abende zuwider waren. Früher, zu Beginn ihrer Ehe, war das anders gewesen. Sie hatte sich bemüht, alles richtig und so angenehm wie möglich für die Gäste zu machen und hatte sich aufrichtig über die Komplimente gefreut. Heute klangen sie hohl, unbedeutsam. Sie fragte sich, wieso sie ihr einmal wichtig gewesen waren.
Sie musste an die Worte ihrer Mutter denken, Worte, die sie sehr verletzt hatten, die wie klebriger Schleim in ihrem Kopf hingen und bei solchen Gelegenheiten immer wieder aufpoppten: „Streng dich an, Nele. Du genügst nicht. Du wirst als unnützes Anhängsel betrachtet werden, wenn du dich nicht anstrengst.“
Glücklicherweise hatten diesmal die drei Klienten, die Jens eingeladen hatte, ihre Frauen nicht mitgebracht. Wenn diese zugegen waren, war es ihre Aufgabe, sie zu bespaßen. Oh, wie sie das hasste! Warum mussten sich immer die Frauen um die Frauen kümmern? So war es auch im Hause ihrer Eltern gewesen. Die Männer hatten sich in das Büro seines Vaters zurückgezogen, und ihre Mutter hatte die Ehefrauen mit Kochrezepten und dem neuesten Promiklatsch unterhalten.
Neles Vater war einer der erfolgreichsten Steuerberater Hamburgs, und er hatte ihren Mann Jens nach der Heirat zum Sozius seiner Kanzlei gemacht. Solange Nele denken konnte, fanden in ihrem Elternhaus einmal im Monat solche Abende statt. Ihr Vater nannte das „Kundenbindung“. Damals war es ihre Mutter gewesen, die sich um die Frauen der Klienten hatte kümmern müssen. Das heißt, es hatte keine Pflicht bestanden. Sie hatte es freiwillig und mit Freude getan.
Nele war es immer so vorgekommen, als ob es der einzige Lebenssinn ihrer Mutter war, die Menüs zusammenzustellen und stets neue Deko für den Esstisch auszusuchen. Natürlich durfte auch der Besuch bei der Visagistin nicht fehlen, und der Termin beim Promifrisör war unabdingbar. Man wusste schließlich, wer man war, und als Ehefrau des Gastgebers musste man den Reichtum auch am Körper zur Schau tragen. Die große Villa an der Elbchaussee sprach dagegen für sich und benötigte kein zusätzliches Aufpeppen.
Nele brauchte dies alles nicht. Zwar lebte sie mit ihrem Mann drei Häuser weiter, aber sie trug an diesen Abenden immer eines der kleinen Schwarzen, von denen sie drei besaß, und ihre gelockten Haare steckte sie sich selbst zu einem Dutt. Sie hasste es, zum Frisör zu gehen. Also tat sie es nicht. Basta!
Wobei, sie hatte nicht schon immer ein kleines Schwarzes zu diesen Gelegenheiten getragen. Genau genommen geschah das erst seit dem dramatischen Abend vor dreiundzwanzig Monaten. Damals hatte sie ein weißes, luftiges Kleid getragen und war glücklich wie nie in ihrem Leben gewesen.
An diesem Tag war es schwül-heiß gewesen und der Fünfmonatsbauch das erste Mal beschwerlich. Bis dahin war ihre Schwangerschaft eine reine Freude und von morgendlicher Übelkeit keine Spur gewesen. In dem Moment, in dem sie sich über den für die Gäste festlich gedeckten Tisch gebeugt hatte, um eine Vase mit Sommerblumen in der Mitte zu platzieren, hatte sie das Gefühl gehabt, etwas zerreiße in ihr.
Die Vase war ihr aus den Händen geglitten und auf den Tisch gefallen, hatte eines der Weingläser, die Jens von seiner Großmutter geerbt hatte, zerschlagen, und das Wasser hatte sich über die Tischdecke ergossen. Erschrocken hatte sie sich die Hände auf den Bauch gelegt und unter Schmerzen gekrümmt. Dann hatte sie Nässe zwischen ihren Beinen gefühlt und entsetzt gesehen, wie sich der weiße Rock des Kleides blutrot färbte.
Nele erschauerte. Eine Träne löste sich und rollte kitzelnd über ihre Wange. Dreiundzwanzig Monate war es nun her, dass sie ihr geliebtes Baby verloren hatte. Es war ein kleiner Junge namens Fiete gewesen. So hatte sie ihn im Stillen genannt. Seit diesem Tag hatte sie nie mehr ein weißes Kleid getragen. Und in vier Wochen, beim nächsten Klienten-Pampern, würde sich die Fehlgeburt zum zweiten Mal jähren.
„Ich kann das nicht. Ich kann und will nächsten Monat keine Klienten empfangen und für sie kochen. Ich will nie wieder Jens´ Klienten empfangen und pampern“, stellte sie murmelnd fest.
Sie wusste, dass Jens für das nächste Abendessen wieder Herrn Hoberg eingeladen hatte. Sie verstand nicht, wie er ihr das zumuten konnte. Sie hatte ihm mehrmals gesagt, dass sie Herrn Hoberg nicht mochte, ihn widerlich fand. Er war ein kleiner, glatzköpfiger, korpulenter Mann, der sie mit einem künstlichen, falschen Lächeln bedachte, wobei er kariöse und schiefe Zähne entblößte. Sie konnte nicht umhin, jedes Mal gedanklich und despektierlich festzustellen: Du scheinst Angst vor dem Zahnarzt zu haben. Komm mir bloß nicht zu nahe. Dein Mund sieht aus, als rieche es übel aus deiner Kehle. Seine Hand war tot wie ein Rollmops, wenn er ihre ergriff. Die feuchten Küsschen auf ihren Wangen zur Begrüßung und zum Abschied waren ihr zuwider, so wie die lüsternen Blicke, mit denen er sie verfolgte.
Aber Jens hatte nur gemeint: „Ich weiß, dass du ihn abscheulich findest. Aber reiß dich bitte zusammen. Er ist wichtig für unsere Kanzlei und hat deinem Vater und mir schon viele vermögende Persönlichkeiten der Stadt vermittelt.“
Er hatte wie ihre Mutter geklungen: „Streng dich an Nele. Du genügst nicht…“
Nach der Fehlgeburt hatte Jens sich verändert. Auch er hatte unsagbar unter dem Verlust des Babys gelitten. Warum es im fünften Monat zu dem Abort gekommen war, hatten die Ärzte nicht sagen können. So blieben nur diese fürchterliche innere Leere und die Einsamkeit, die sie seitdem erfasst hatten. Jens hatte nicht vermocht, sie zu trösten, hatte er doch selbst unter dem Verlust des Babys gelitten.
„Ich brauche etwas Abstand, brauche Zeit für mich, um über den Schmerz hinwegzukommen. Deshalb werde ich ins Gästezimmer ziehen“, hatte er gesagt, und seitdem schliefen sie in getrennten Zimmern.
Kurzum, er war ihr keine Hilfe bei der Bewältigung des Schocks und ihrer Trauer gewesen. Stattdessen hatte sie das Gefühl gehabt, dass er ihr die Schuld an der Fehlgeburt gab. Zwar hatte er es ihr nicht gesagt, aber sein Verhalten hatte sie als Ablehnung und Schuldzuweisung verstanden. Sie hatte eben nicht genügt, sich nicht genug angestrengt.
Einzig ihre Freundin Sanne und die Menschen in dem Tierheim, für das sie ehrenamtlich tätig war, hatten sie getröstet. Sie hatten Verständnis für ihre Trauer gezeigt, sie in den Arm genommen und versprochen, dass alles wieder gut würde. Aber es war nicht wieder gut geworden. Nicht so gut, wie es vorher gewesen war.
Natürlich wussten sie nichts von ihrem Ehemann, der mit dem Verlust nicht umgehen konnte und ihr, vielleicht unbewusst, die Aufarbeitung schwer machte. Nur Sanne wusste, welche Probleme sich seitdem in ihre Ehe eingeschlichen hatten. Sie wusste auch, dass Jens nach diesen Geschäftsessen mit den Gästen das Haus verließ und mitten in der Nacht, man konnte auch „in den frühen Morgenstunden“ sagen, betrunken nach Hause kam.
Als es ihr zumindest körperlich und seelisch besser gegangen war, hatte sie sich wieder ein Baby gewünscht. Aber eine Schwangerschaft hatte sich nicht einstellen wollen. Sie war nun 32 Jahre alt und fühlte die biologische Uhr ticken. Ihre Gynäkologin hatte ihr gesagt, dass körperlich alles in Ordnung sei und nichts dagegen spreche, wieder schwanger zu werden.
„Vielleicht sind Sie seelisch doch noch nicht so weit, wie Sie annehmen. Ein Gespräch mit einer Psychologin würde Ihnen guttun. Ich schreibe Ihnen den Namen einer guten Traumatologin auf. Versuchen Sie es, Nele. Einen Versuch ist es wert“, hatte sie vorgeschlagen.
Das war nun ein halbes Jahr her, aber sie hatte sich noch nicht dazu aufraffen können, einen Therapietermin zu vereinbaren. Innerlich wusste sie, dass sie bereit für ein Baby war. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Tierheim hatte sie aus der Depression gerissen. Sie liebte Tiere und ganz besonders Hunde. Ein kleiner Toy-Pudel, dem nach einem Autounfall das linke Hinterbein fehlte, lag ihr ganz besonders am Herzen.
Seine ehemaligen Besitzer hatten ihn ins Tierheim gegeben. Kurz drauf hatten sie sich einen neuen Hund gekauft – einen Hund, der unversehrt und hübsch war, mit dem sie angeben konnten. Oh, wie sie solche Menschen verabscheute! Ein Hund als Statussymbol. Das war das Allerletzte für sie.
Sie hätte den kleinen Timmi gerne adoptiert, aber Jens war dagegen gewesen.
„Um Himmels willen, bloß nich! Was sollen wir mit einem behinderten Hund? Außerdem habe ich eine Tierhaarallergie“, hatte er entsetzt behauptet.
Schon die Tatsache, dass sie in einem Tierheim tätig war, hatte ihm nicht gefallen. Damals hatten sie sich das erste Mal gestritten.
Sie lehnte müde die Stirn gegen die Fensterscheibe, die durch ihren Atem beschlug. Sie fühlte sich einsam und verlassen. So deprimiert und antriebslos kannte sie sich nicht. Sie war ein positiver Mensch, der stets versuchte, nach vorne zu schauen. Das ganze Leben lag noch vor ihr, aber zurzeit sah sie ihre Zukunft nicht mehr rosarot, sondern sorgenvoll und lustlos.
Sie liebte es, zu lachen, aber sie erinnerte sich nicht, wann sie das letzte Mal so richtig herzhaft gelacht hatte, wie früher. Sannes sonniges Gemüt und ihre Unternehmungslust schafften es zwar immer, sie aus der Starre zu holen, aber die Lust am Leben wollte sich nicht wieder einstellen.
„So kann es nicht weitergehen. Ich muss etwas ändern in meinem Leben. Ich bin zu jung, um aufzugeben und mich mit dem Status Quo abzufinden“, murmelte sie.
Sie wusste, dass sie am nächsten Morgen früh wach werden würde, nämlich dann, wenn Jens beschwipst die Treppe hochstolpern und die Tür des Gästezimmers geräuschvoll ins Schloss fallen würde.
Entschlossen wendete sie sich vom Fenster ab und nahm eine Dusche. Nachdem sie ihr Nachthemd gegen eine Jeans mit T-Shirt getauscht hatte, packte sie ihre Reisetasche. Sie dachte nicht über das Kommende nach, aber eines war ihr klar: Sie wollte diese Nacht nicht hier allein in ihrem Bett verbringen und von einem beschwipsten Jens geweckt werden.
Sie grinste innerlich, als sie an sein konsterniertes Gesicht dachte, das sich zeigen würde, wenn er am nächsten Tag das unaufgeräumte Esszimmer und das schmutzige Geschirr in der Küche entdecken würde.


 

  • Amazon Social Icon
  • Twitter
  • Facebook
  • Instagram

www.yourkmcloot.com BOOKS ABOUT LOVE by K.M. CLOOT copyright